Kirchgemeinde Laupen
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| Die Kirchliche Unterweisung KUW findet mobil im Bauwagen von Pfr. Ch. Bühler statt. Mit jeder Klasse wechselt sie auch das Dort und geniesst das Gastrecht in Golaten, Gurbrü und Wileroltigen. Die KUW ist wie in allen berner Gemeinden eine ausserschulische kirchliche Unterweisung. Sie geniesst volles Vertrauen aller drei Schulen und deren Lehrkräften, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen Golaten, Gurbrü und Wileroltigen kann als optimal bezeichnet werden. |
| Zielsetzungen der KUW |
Die Kirchliche Unterweisung KUW ist ein erlebnisorientierter Religionsunterricht für die Kinder der Schulen von Golaten, Gurbrü und Wileroltigen. Sie steht allen interessierten Kindern offen. die Teilnahme an der KUW ist nicht an die reformierte Konfession gebunden, sie setzt allerdings das Einverständnis der Eltern voraus. Für die reformierten Kinder ist die KUW voraussetzung für die Konfirmation. Die KUW verfolgt drei Ziele: 1. Die Kinder pflegen dörferübergreifend punktuelle Kontakte zueinander und erhalten so in der KUW regelmässig Raum zum gegenseitigen Austausch über Schule und Freizeit 2. In der KUW wird ein Grundstock an religiösem Handeln in Form von Liedern und Gebeten angelegt. 3. Die KUW ist das Bindeglied zwischen der Kirche in Kerzers und den Menschen in den berner Dörfern. Verlauf eines typischen KUW-Nachmittags: 1515h Beginn des Unterrichts mit einem Zvieri. Ziel: Kinder und Unterrichtende können sich aneinander und an die Umgebung gewöhnen. 1530h Einstieg ins Thema mit einem Lied und einem kurzen Gebet. 1540h Erörtern des Themas. 1550h Vertiefen des Themas mit sinnlichen Mitteln. 1600h Bewegungsspiel draussen meistens zum Thema. 1615h Kreative Arbeit zum Thema (malen, zeichnen, gestalten etc.) oder Geländespiel zum Thema oder Erfahrung. 1640h Abschluss des Unterrichts mit Schlusslied und Unser Vater. 1645h Entlassung der SchülerInnen. |
| KUW 2. Klasse |
Die Kinder lernen in der KUW 2. Klasse biblische Geschichten mit allen Sinnen kennen. Es werden eine Auswahl an biblischen Geschichten aus dem Alten- und neuen Testament erzählt, theatralisch oder gestalterisch umgesetzt. Ziel des KUW 2. Klasse: die Kinder kommen das erste Mal mit Pfarrer und Kirche in Kontakt. Sie haben erfahren, dass biblische Geschichten Menschen berürhren und deren Wahrheit in ihrer Tiefgründigkeit zu finden ist. Die Kinder kennen ausserbiblische Parallelgeschichten zu den biblischen Geschichten. |
| KUW 3. Klasse |
Die Kinder lernen in der KUW 3. Klasse Taufe und Abendmahl kennen. Ziele zum Thema Taufe: Kie Kinder kennen die biblische Grundlage der Taufe. Sie kennen die Elemente der Taufe in ihrer alltäglichen Verwendung: Wasser, woher kommt es, wie und wo wird es gebraucht und wie gehen wir damit um. Sie kennen den Begriff Geist und kennen die Verwandtschaft mit den Begriffen Atem, Wind, Hauch. Die Kinder kennen die Bedeutung ihres Namens, sie kennen den Wert einen Namen zu haben. Abendmahl: Die Kinder kennen die biblische Grundlage des Abendmahls. Sie kennen seine Elemente, welche sind: Gemeinschaft am Tisch, Dank für das Essen und Teilen. Sie können diese Elemente dem Alltag zuordnen. Die Kinder stellen selber Traubensaft und Brot für das Abendmahl her und feiern einen Abendmahlsgottesdient im Bauwagen. |
| KUW 4. Klasse | In der 4. Klasse beschäftigen wir uns mit der Bibel als spannendes Buch. Wir erarbeiten mit den SchülerInnen wie unsere lateinische Schrift entstanden ist und welche Vorzüge sie gegenüber der hebräischen oder der chinesischen Zeichenschrift hat. Die Kinder lernen verschiedene Schreibmaterialen kennen Papier (kennen sie zwar schon), Papyrus, Pergament, Ton, etc. und vielleicht auch Papier der Zukunft?? Bei allen Fragen, die wir bearbeiten beschäftigen wir uns immer auch mit der Bibel, das Buch, das wie kein anderes unsere Kultur geprägt hat. |
| KUW 5. Klasse | Ist die Bibel wahr? Was ist Wahrheit überberhaupt? Gibt es überhaupt Wahrheit oder ist sie eine gut bezeugte und statistisch erhärtete Wahrscheinlichkeit unserer Wahrnehmung? In der 5. Klasse erleben wir mit den Kindern immer sehr spannende Stunden rund um die Wahrheitsfrage. Angefangen mit der Frage nach unserer Herkunft, über die Auseinandersetzung mit verschiedenen Weltbildern bis hin zur Frage Gibt es überhaupt seiendes und nicht viel mehr nichts? |
| KUW 6. Klasse |
Das 6. Schuljahr steht ganz unter dem Zeichen des Abschieds und des Neuanfangs: Abschied von der kleinen Dorfschule, Abschied von derselben Schulleistungsstufe, Abschied auch von Lehrern, KameradInnen, Abschied von der Kleinräumigkeit, der Geborgenheit der Dorfschule, Abschied von der Kindheit. Es ist ein Abschied in Raten und gleichzeitig ist der Übertritt an die Orientierungsschule ein Aufbruch in Raten: Zuerst Schulwechsel, dann sehr schnell einmal Orientierung, Berufswahl. In der 6. Klasse macht die KUW mit den SchülerInnen eine Abschiedstournee durch die Dörfer. An jedem Unterrichtstermin besuchen wir ein Schulhaus und nehmen Abschied. Schliesslich nähern wir uns mit dem Bauwagen Lektion für Lektion mehr der Orientierungsschule in Kerzers. Die letzte Doppellektion vor den Ferien findet auf dem Gelände der Orientierungsschule Kerzers statt, wo wir einen Augenschein von den Räumlichkeiten nehmen. Die 6. Klasse ist das Jahr des Aufbruchs und der Weichenstellung. Am Beispiel der iroschottischen Mönche die die Schweiz Christianisierten, erfahren die Kinder, dass Aufbruche sehr viel kreatives Potential freisetzen und auch befreien können, allerdings um den Preis des Abschieds. |
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- update: 12.03.2010 -
Verantwortlich für diese Seite: Christoph Bühler |













